Das Wort Kredit stammt aus dem Lateinischen (credere) und heißt so viel wie Vertrauen. Das soll so viel bedeuten, dass man jemandem Geld für einen begrenzten Zeitraum überlässt und darauf vertraut, dass man das Geld zurückgezahlt bekommt. Als Gegenleistung bekommt man nämlich sehr wenig oder gar keine Sicherheit. Es liegt im Erachten des Kreditgebers, ob dieser bereit ist dem Kreditnehmer zu vertrauen. Vertrauen kann man aufbauen, indem man irgendwie beweist, dass man das Geld wieder zurückzahlt. In den modernen Zeiten ist es eine Arbeitsstelle, bei der man schon längere Zeit angestellt ist oder zusätzlich noch eine Immobilie, die man verkaufen kann, sollte man den Kredit nicht zurückzahlen. Aber dieses Vertrauen sollte nicht falsch verstanden werden. Es dient den Kreditinstituten in erster Linie als „Pfand“. Sollte der Kreditnehmer das Geld nicht zurückzahlen, wird das Geld zwangsweise eingefordert. Dies bewerkstelligen die Kreditinstitute mit zahlreichen Maßnahmen, wie etwa der Pfändung des Kontos und sonstiger Einnahmen oder mit der Pfändung des Hauses, des Wagens oder anderen teuren Sachgegenständen. Damit es soweit nicht kommt, sollte man den Kredit zurückzahlen. Auch bei der Beantragung sollte genau durchkalkuliert werden, ob man wirklich in der Lage ist auf einen gewissen monatlichen Betrag zu verzichten (Kredit3).
Wenn man beabsichtigt einen Kredit zu beantragen, kommt es in erster Linie darauf an, für welchen Zweck man diesen benötigt. Denn es gibt Unterschiede und die Kreditart sollte ganz genau ausgewählt werden. Sollte man den falschen Kredit wählen, könnte man unter Umständen zu viele Zinsen zahlen oder die falsche Laufzeit am Hals haben, weshalb es anschließend zu Problemen bei der Rückzahlung kommen könnte. Folgende Kreditarten gibt es momentan:
Dispositionskredit:
Diesen Kredit kann normalerweise jeder beantragen, der einen festen Job sowie ein Bankkonto hat. Sollte man ein regelmäßiges monatliches Einkommen haben, kann man diesen Dispokredit bei der Bank beantragen und der Betrag wird gleichzeitig beim Gespräch ermittelt, den man sich nehmen kann. In den meisten Fällen beträgt die Höhe des Dispositionskredits ein bis drei Monatsgehälter. Nachdem man einmal vertraglich geregelt hat, dass man diese Art von Kredit bekommt, kann man sein Konto bis zu dieser Höchstgrenze überziehen. Wie und wann man den Kredit zurückzahlt, ist dem Kreditnehmer überlassen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Monatszinsen sehr hoch sind und wenn man ihn nicht baldmöglichst zurückzahlt, werden sich die Kosten multiplizieren, was sehr ärgerlich sein kann. Als Sicherheit zählt das monatliche Einkommen, welches die Bank, im Falle der Nichtzahlung, einfach kassiert. Weitere Sicherheiten sind nicht notwendig. In Deutschland haben sehr viele Menschen einen Dispositionskredit um finanziell abgesichert zu sein.
Anschaffungsdarlehen:
Das Anschaffungsdarlehen kann man beantragen, wenn man sich einen größeren Wunsch erfüllen möchte. Die Höchstgrenze liegt bei ungefähr 40000 EUR und variiert von Bank zu Bank. Auch hängt es von den monatlichen Einkommen des Kreditnehmers ab, wie hoch der Kredit sein kann. Normalerweise wird dieser Kredit dazu genutzt um sich ein Auto zu kaufen, sein Haus zu renovieren oder sich selbstständig zu machen, indem man etwa eine Pizzeria oder ein Cafe eröffnet. Als Sicherheit dient in erster Linie wieder das monatliche Einkommen. Es werden jedoch noch weitere Sicherheiten benötigt, da der Kredit relativ groß ist. Das kann beispielsweise der KFZ Brief beim Auto sein. Das Eigentum geht erst auf den Besitzer des Wagens über, wenn der Kredit vollständig abbezahlt wurde. Sollte es zu Problemen kommen, kann die Bank ohne Weiteres den Wagen verkaufen und an das Geld kommen, da die Bank der eigentliche Eigentümer während der ganzen Laufzeit ist. Sollte kein Wertgegenstand vom Kredit gekauft werden und das Geld in Services gelegt werden ,so muss ein Bürge her. Das ist eine Person, die den Kredit quasi mit beantragt und im Falle einer Nichtzahlung geradesteht. In den meisten Fällen wird die Rate dann von dem Konto des Bürgen abgebucht.
Hypothekarkredit:
Diese Art von Kredit wird ausgegeben, wenn sich der Kreditnehmer ein Haus, ein Grundstück oder eine Eigentumswohnung kaufen möchte. Die Höhe dieses Kredites ist verhältnismäßig groß, da Immobilien auch sehr viel kosten. Unter Umständen können diese Kredite eine Grenze von 500000 Euro überschreiten. Doch dies hängt in erster Linie von den Einkommen des Kreditnehmers ab. Auch die Laufzeit ist von den Einkünften des Kreditnehmers abhänhig. Gerade weil es sich u einen hohen Kredit handelt, kann die Laufzeit schon über mehrere Jahrzehnte gehen. Als Sicherheit dient die Immobilie, die gekauft wird. Genau wie bei dem Kredit für das Auto, bleibt das Eigentum der Immobilie die ganze Laufzeit des Kredites über bei dem Kreditinstitut. Erst bei erfolgreicher Abzahlung tritt das Eigentum auf den Kreditnehmer über. Wenn es zu Problemen kommt und klar wird, dass der Kreditnehmer nicht mehr in der Lage ist, den Kredit zu zahlen, wird die Immobilie verpfändet. Um an das Geld zu kommen, wird das Haus in einer staatlichen Auktion verkauft. Meist zu einem wesentlich günstigeren Preis als das Haus eigentlich wert ist, weil es nur darum geht den Restbetrag des unbezahlten Kredites einzuholen. Auch wenn es hart klingt, gibt es keinerlei Gnade für den Kreditnehmer.
Um einen Kredit zu bekommen, muss der Kreditnehmer liquide sein. Das heißt, er muss genügend Mittel haben um die monatliche Rate ohne Probleme zahlen zu können. Bei der Beantragung von Krediten wird die Bonität geprüft. Dabei wird das Guthaben auf der Bank gecheckt, die monatlichen Einkommen, die man auf der Arbeit erwirtschaftet und alle anderen Einkünfte, die nebenher verdient werden. Außerdem werden andere Umstände geprüft, nämlich ob der Kreditnehmer vielleicht andere Personen finanziell unterstützt. Bei einer kranken Oma beispielsweise könnte es nämlich sein, dass unerwartet hohe Kosten auf den Kreditnehmer zukommen und dieser deswegen nicht in der Lage ist die monatlichen Raten zu zahlen. Außerdem wird auch eine Anfrage zur Schufa geschickt, die belegt, dass der Kreditnehmer früher keine Probleme hatte Kredite zurückzuzahlen. Wenn man einmal seine Schulden nicht gezahlt hat, bekommt man einen negativen Eintrag bei der Schufa. Sollte man versuchen einen Kredit zu beantragen, wird dieser Antrag – sofern ein Eintrag bei der Schufa vorhanden ist – abgelehnt. Mittlerweile gibt es aber auch Kreditinstitute, die Kredite trotz eines Schufa Eintrags genehmigen. Allerdings sind die Zinsen dermaßen hoch, dass es an Wucher grenzt. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sind die Methoden zur Geldeintreibung mancher Kreditgeber äußerst fraglich.